Von der Decke zum Schlafsack. Wie sich der Babyschlaf in 25 Jahren verändert hat / Schlummersack feiert sein 25-jähriges Bestehen und zeigt, was wir seitdem über sicheren Babyschlaf gelernt haben
Düsseldorf (ots) –
Dass ein Baby im Schlafsack schläft und nicht unter einer losen Decke, gehört heute zu den etablierten Empfehlungen für das erste Lebensjahr. Vor 25 Jahren war das noch keineswegs selbstverständlich. Als 2001 im südenglischen Berkshire der erste slumbersac entstand, waren Babyschlafsäcke in Deutschland ein Nischenprodukt, dessen Nutzen vielen Eltern erst erklärt werden musste. Aus dieser Idee ist Schlummersack geworden, eine Marke, die 2026 ihr 25-jähriges Bestehen feiert.
Das zeigt auch die Entwicklung beim plötzlichen Kindstod. 2002 starben in Deutschland 367 Säuglinge daran, 2024 waren es 75. Zu diesem deutlichen Rückgang haben verschiedene Empfehlungen und Präventionsmaßnahmen beigetragen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten etabliert haben. Dazu gehören die Rückenlage, ein eigenes Bett im Schlafzimmer der Eltern, eine rauchfreie Umgebung sowie ein Schlafsack anstelle einer losen Decke. Die Rückenlage gilt dabei als wichtigste einzelne Maßnahme.
Parallel zu den Empfehlungen hat sich der Schlafsack auch im Alltag durchgesetzt und ist vom erklärungsbedürftigen Nischenprodukt zur normalen Erstausstattung geworden. Schlummersack hat diesen Weg von Anfang an begleitet. Was 2001 in Großbritannien begann, entwickelte sich in Deutschland zu einer Marke, die früh neue Lösungen rund um den Schlafsack aufgegriffen hat. Besonders prägend wurde dabei eine Idee aus dem Familienalltag, der Schlafsack mit Füßen.
Von Berkshire nach Deutschland
Die Geschichte von Schlummersack begann 2001 in Berkshire. Geoffrey und Josephine Wood entwickelten gemeinsam mit ihrem Partner Henry Young einen Babyschlafsack, der die lose Bettdecke ersetzen sollte. Das britische Original kam unter dem Namen slumbersac auf den Markt.
Den Weg nach Deutschland ebnete einige Jahre später Karina Grassy. Sie war damals alleinerziehend und im Londoner E-Commerce tätig. 2010 investierte sie 5.000 Euro ihrer Ersparnisse in 500 Schlafsäcke, lagerte sie im Haus ihrer Eltern in Plauen und begann, sie über einen eigenen Onlineshop zu verkaufen. Bereits im zweiten Jahr waren es rund 20.000 Stück.
2012 übernahm Grassy die Markenrechte für den deutschsprachigen Raum. Aus slumbersac wurde in Deutschland Schlummersack.
Pionier beim Schlafsack mit Füßen
2014 brachte Schlummersack den Schlafsack mit Füßen auf den Markt und gehörte damit zu den Pionieren dieses Produktkonzepts. Die Idee entstand aus einer einfachen Beobachtung des Familienalltags. Kleinkinder wollen nach dem Aufwachen häufig direkt aufstehen und loslaufen, was in einem klassischen geschlossenen Schlafsack kaum möglich ist.
Der Schlafsack mit Füßen verbindet die Wärme und Geborgenheit eines Schlafsacks mit mehr Bewegungsfreiheit für ältere Babys und Kleinkinder. Das Konzept wurde zu einem prägenden Bestandteil der Marke. Bis heute ist der Schlafsack mit Füßen das meistverkaufte Produkt von Schlummersack.
2017 zog das Unternehmen nach Plauen im Vogtland. Für Karina Grassy war es zugleich eine Rückkehr in ihre Heimatregion. Das Lager befindet sich heute im nahe gelegenen Neuensalz.
2023 wurde Schlummersack Teil der empact brands GmbH unter der Führung von Ferdinand von Hammerstein und Daniel Reiners. Heute ist die Marke in mehr als 15 Ländern vertreten, in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Namen Schlummersack, international als slumbersac. 2025 wurde die Marke unter anderem mit dem German Brand Award in Gold ausgezeichnet.
1.000 Schlafsäcke zum Jubiläum
Zum 25-jährigen Bestehen verschenkt Schlummersack ab dem 3. September insgesamt 1.000 Schlafsäcke an werdende Eltern. Eine Teilnahme ist bis zum 22. September über www.schlummersack.de möglich.
Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen über die Initiative B1G1 mit jedem verkauften Produkt Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Umweltschutz.
„Ich hatte damals 500 Schlafsäcke im Haus meiner Eltern in Plauen stehen und musste den Menschen noch erklären, wofür man so etwas überhaupt braucht. Dass der Schlafsack heute zu den etablierten Empfehlungen für sicheren Babyschlaf gehört, hätte ich mir damals nicht vorstellen können.“
Karina Grassy, Inhaberin von Schlummersack bis 2023
„In 25 Jahren hat sich viel verändert, vor allem unser Wissen darüber, wie Babys sicher schlafen. Geblieben sind die Eltern, die nachts für ihre Kinder aufstehen. Für sie entwickeln wir unsere Produkte.“
Daniel Reiners, Geschäftsführer Schlummersack
Quellen zu den genannten Zahlen. Schlafempfehlungen für das erste Lebensjahr sowie Fallzahl 2024 (75 Kinder) nach kindergesundheit-info.de, herausgegeben vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit. Fallzahl 2002 (367 Kinder) nach dem Forschungsverbund Kindergesundheit der TU Dortmund.
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Quelle: ots
