Stellenanzeigen sind tot: Warum Recruiting im öffentlichen Dienst neue Vorzeichen benötigt / Behörden müssen 2026 auf Social Media setzen, um im Entscheidungsprozess der Gen Z überhaupt stattzufinden

Dachau (ots) –

Die Bürokratie verlangt Ausschreibungen, doch die junge Zielgruppe verlangt Orientierung

Von der Verwaltung bis zum DAX-Konzern: Die klassische Stellenanzeige ist aus dem deutschen Recruiting nicht wegzudenken. Sie schafft Transparenz, erfüllt rechtliche Vorgaben und bildet die juristische Basis für jedes formal korrekte Auswahlverfahren. Doch aus strategischer Sicht hat das Instrument seine Zugkraft verloren.

Die nüchterne Analyse für das Jahr 2026 zeigt: Wer sich allein auf Ausschreibungen verlässt, kommt im „War for Talent“ zu spät. Die Anzeige markiert heute nicht mehr den Beginn des Interesses, sondern lediglich den bürokratischen Abschluss einer Entscheidung, die längst vorher getroffen wurde.

Das Ende der Holschuld

Das Kernproblem liegt nicht in der Qualität der Ausschreibungstexte, sondern im radikal veränderten Informationsverhalten der Zielgruppe. Berufliche Orientierung findet heute weitgehend entkoppelt von Karriereportalen oder Amtsblättern statt. Sie verlagert sich in den digitalen Alltag – auf Plattformen wie TikTok und Instagram.

„Berufliche Entscheidungen reifen über Monate und beginnen lange, bevor eine konkrete Vakanz ausgeschrieben wird“, erklärt Ante Pavic, Co-Gründer der Good News Company. „Junge Menschen warten nicht auf eine Stellenanzeige. Sie entscheiden aufgrund von wiederkehrenden Impulsen im Social-Media-Feed, ob ein Arbeitgeber für sie überhaupt infrage kommt. Wer hier nicht stattfindet, existiert in der Wahrnehmung der Gen Z faktisch nicht.“

Stellenanzeigen setzen voraus, dass ein Interesse bereits besteht (Holschuld). Social Media hingegen muss dieses Interesse erst wecken (Bringschuld).

Reichweite schlägt Formalismus

Dass dieser Ansatz keine theoretische Spielerei ist, belegen die Zahlen des Jahres 2025. Während klassische Jobbörsen mit sinkenden Klickraten kämpfen, zeigt der Einsatz externer Karriere-Influencer messbare Effekte. Die Social-Media-Agentur „Good News Company“ aus Dachau veröffentlichte im vergangenen Jahr über 100 Social-Media-Videos für Behörden, Ausbildungsbetriebe und Hochschulen. Das Ergebnis: eine durchschnittliche Reichweite von 80.000 Views pro Video.

Diese Zahlen verdeutlichen die Macht der „Übersetzer“. Externe Formate wie „Mr. Karriere“ oder „Ms. Karriere“ brechen die komplexe Unternehmens- und Behördensprache auf und machen Laufbahnen, duale Studiengänge und den Ausbildungs-Alltag nahbar. Sie schaffen eine Validierung durch Dritte, die der internen Unternehmenskommunikation oft fehlt.

Best Practice: Vom Zoll bis zum Verfassungsschutz

Besonders der öffentliche Dienst, der oft als umständlich gilt, hat diese Mechanik im Jahr 2025 adaptiert. Bundesbehörden wie der Zoll, die Polizei beim Deutschen Bundestag, die Finanzverwaltung NRW und die Deutsche Flugsicherung (DFS) setzten bereits erfolgreich auf die Zusammenarbeit mit Karriere-Influencern, um Ausbildungsberufe sichtbar zu machen.

Auch für das kommende Jahr zeichnet sich eine Ausweitung dieser Strategie ab. Ein prominentes Beispiel für den Mut zu neuen Wegen ist die kommende Zusammenarbeit mit den Nachrichtendiensten.

„Ganz besonders freuen wir uns auf die Kampagne für das Bundesamt für Verfassungsschutz im Jahr 2026“, sagt Jens Meurer, Gründer und Geschäftsführer der Good News Company. „Für uns ist das ein starkes Zeichen des Vertrauens und wird inhaltlich sicher ein besonderes Projekt. Es zeigt, dass selbst Sicherheitsbehörden verstanden haben: Wir müssen dort sein, wo die Diskussionen stattfinden, um Mythen abzubauen und echte Einblicke zu gewähren.“

Fazit: Ergänzung statt Verdrängung

Für Arbeitgeber bedeutet dies keine Abkehr von bestehenden Strukturen, sondern eine notwendige Evolution. Die Stellenanzeige bleibt als Hygienefaktor notwendig. Doch sie funktioniert 2026 nur noch dann, wenn sie auf einem Fundament aus vorheriger Sichtbarkeit und Verständnis aufbaut.

Erfolgreiches Recruiting beginnt nicht mit dem Upload eines PDF-Dokuments, sondern mit dem Aufbau einer digitalen Präsenz, die Vertrauen schafft, bevor die Bewerbung überhaupt geschrieben wird.

Über die Good News Company

Die Good News Company ist eine Kreativagentur und spezialisiert auf Social-Media-Kampagnen, Karriere-Influencer-Formate und datenbasierte Sichtbarkeitsstrategien für Hochschulen, Ausbildungsbetriebe und den öffentlichen Dienst. Mit Formaten wie „Mr. Karriere“, „Ms. Karriere“ und „Mr. Bewerbung“ erreicht sie täglich hunderttausende junge Menschen über TikTok und Instagram.

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Good News Company
Jens Meurer
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Quelle: ots