Strompreis im Juli 2026: leicht gesunken. Spread zwischen günstigen und teuren Stunden wächst weiter

Hamburg (ots) –

– Durchschnittlicher Börsenstrompreis im Juli 2026: 10,4 ct/kWh, damit leicht gesunken gegenüber Juni 2026
– Negative Strompreise an 79 Stunden
– Spread zwischen teuersten und günstigsten Stunden bleibt auf hohem Niveau, im zweiten Quartal 2026 durchschnittlich 21,83 ct/kWh
– Wiederkehrende Preistäler zur Mittagszeit durch hohe Solareinspeisung, teils im negativen Bereich

Der durchschnittliche Börsenstrompreis am Day-Ahead-Markt der europäischen Strombörse EPEX SPOT lag im Juli 2026 bei 10,4 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) und ist damit leicht gesunken gegenüber dem Vormonat. Negative Preisstunden wurden an 79 Stunden registriert.

Der Tagesverlauf im Juli 2026 zeigte ein wiederkehrendes Muster. Getrieben von hoher Solareinspeisung sank der Day-Ahead-Preis regelmäßig in den Mittagsstunden deutlich ab, in mehreren Fällen bis in den negativen Bereich, bevor er in den Morgen- und Abendstunden wieder auf ein höheres Niveau anstieg. Der Tiefstwert des Monats lag bei – 1,5 ct/kWh, der Höchstwert bei 35,24 ct/kWh, insgesamt wurden 79 Stunden mit negativen Preisen registriert.

Differenz zwischen teuren und günstigen Phasen nimmt weiter zu

Im zweiten Quartal 2026 lagen die teuerste und die günstigste Viertelstunde eines Tages im Schnitt 21,83 ct/kWh preislich auseinander. Diese Differenz wird als Spread bezeichnet und zeigt, welches Sparpotenzial sich durch eine Verschiebung des Verbrauchs in günstige Stunden ergibt. Seit 2020, dem Beginn der Auswertung, war dieser Quartalswert nur einmal höher, im dritten Quartal 2022. Damals trieb der Anstieg der Gaspreise im Zuge der Energiekrise die Differenz nach oben. Der aktuelle Anstieg hat eine andere Ursache, er geht auf die wachsende Durchdringung des Stromsystems mit Wind- und Solarenergie zurück.

Photovoltaik verändert den Wert der Tageszeit

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der Ausbau der Photovoltaik. Rund um die Mittagszeit, zwischen 11 und 15 Uhr, drückt die hohe Solareinspeisung die Preise spürbar nach unten, im Quartalsmittel auf 1,61 ct/kWh, der Median lag mit 0,26 ct/kWh sogar noch niedriger. Außerhalb dieses Zeitfensters bleibt Strom deutlich teurer. Morgens zwischen 6 und 9 Uhr kostete er im Schnitt 11,69 ct/kWh, abends zwischen 17 und 20 Uhr 12,11 ct/kWh, und auch das nächtliche Niveau zwischen 23 und 5 Uhr bewegte sich mit durchschnittlich 11,35 ct/kWh in einer ähnlichen Größenordnung. Entscheidend für den Preis ist damit weniger die Uhrzeit an sich als die Frage, wie viel Sonne gerade verfügbar ist.

Dynamische Tarife machen Preisspreizung nutzbar

Für Haushalte mit dynamischen Stromtarifen erhöht der wachsende Spread den wirtschaftlichen Wert zeitlicher Flexibilität. Wer Verbrauch gezielt in die günstigen Mittagsstunden verlagert, kann von der Differenz zu den teureren Morgen- und Abendstunden profitieren, besonders relevant ist dies für Haushalte mit Elektroautos, Wärmepumpen oder Batteriespeichern. Der Preis für Strom aus der Steckdose ist selten noch nach Zuschlag von Netzentgelten, Abgaben und Steuern negativ. Für die Höhe der Ersparnis zählen deshalb vor allem die deutlich zahlreicheren Stunden mit unterdurchschnittlichem statt negativem Preisniveau.

Ausblick

Sowohl der weitere Zubau von Photovoltaik und Windkraft als auch die zunehmende Elektrifizierung von Mobilität und Wärme wirken in den kommenden Jahren voraussichtlich in dieselbe Richtung. Mehr günstige Stunden treffen auf eine gleichzeitig steigende Nachfrage in den ohnehin teuren Morgen- und Abendstunden. Der Spread dürfte deshalb weiter zunehmen, und mit ihm die Bedeutung flexibler Verbrauchsmodelle und dynamischer Stromtarife.

Wie sich das in der Praxis niederschlagen kann, zeigt ein anonymisiertes Beispiel aus der Kundenbasis von Rabot Energy. Bei einem Haushalt in Berlin sank der durchschnittliche Strompreis durch automatisierte Lastverschiebung mit einem Batteriespeicher von 34,3 auf 26,4 ct/kWh, seit der Speicher im Juni 2026 vollständig in Betrieb ist. Das entspricht einer Reduktion von 7,9 ct/kWh, ohne dass die Familie ihren Alltag einschränken musste. Rabot Energy bietet einen solchen Batteriespeicher unter dem Namen Rabot Flow an. Für das Energiesystem entsteht ein zusätzlicher Nutzen, wenn viele Geräte ihren Verbrauch aus angespannten Stunden in Zeiten mit hohem Stromangebot verlagern, ein einzelner Speicher ist dabei klein, doch viele koordinierte Speicher können in Summe relevante Lasten verschieben.

Über Rabot Energy

Rabot Energy (https://www.rabot.energy/) ist eine Marke der RABOT Energy DE GmbH und treibt seit 2021 als digitaler Energieversorger die Energiewende in Deutschland voran. Mit 100 % Ökostrom und KI-basierter Optimierung hilft Rabot Energy Haushalten, ihre Stromkosten deutlich zu senken. Über 170.000 Kunden vertrauen bereits auf die smarte Energieplattform. Mehr Informationen unter www.rabot.energy

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