Von der Ladeinfrastruktur bis zur Energieversorgung: Daniel Pölzlbauer von der Elektro EPP GmbH erklärt, warum E-Mobilität für Unternehmen nur als Gesamtsystem wirtschaftlich funktioniert

Aspang (ots) –

Elektrofahrzeuge gelten für viele Unternehmen als naheliegender Schritt, um Kosten zu senken, Vorgaben zu erfüllen und Fuhrparks zukunftsfähig aufzustellen. Doch im gewerblichen Alltag entscheidet nicht allein das Fahrzeug darüber, ob E-Mobilität wirtschaftlich funktioniert. Warum Unternehmen Ladeinfrastruktur und Energieversorgung von Anfang an gemeinsam denken müssen, erklärt Daniel Pölzlbauer, Geschäftsführer von EPP.

Politischer Druck, regulatorische Vorgaben und steuerliche Anreize bringen derzeit viele Unternehmen aus Logistik, Außendienst und Gewerbe dazu, sich intensiv mit Elektromobilität zu befassen. Häufig ist das Ziel klar: Fahrzeuge elektrifizieren, Kosten senken, Vorgaben erfüllen. In der Praxis wird E-Mobilität im Gewerbe jedoch oft noch zu einfach gedacht. Fahrzeuge werden angeschafft, Ladepunkte installiert, der Betrieb startet. Was zunächst logisch klingt, kann schnell teuer werden, wenn die technische Grundlage nicht zum tatsächlichen Bedarf passt. „Wer heute die falschen technischen Entscheidungen trifft, zahlt dafür nicht nur jetzt, sondern über viele Jahre in Form von Mehrkosten, eingeschränkter Flexibilität und verpassten Möglichkeiten“, warnt Daniel Pölzlbauer, Geschäftsführer von EPP.

„Elektromobilität funktioniert im Unternehmen nur dann wirtschaftlich, wenn sie von Anfang an als Gesamtsystem gedacht wird. Alles andere verschenkt Potenzial“, sagt Daniel Pölzlbauer. Mit EPP begleitet er Unternehmen bei ganzheitlichen Energie- und Photovoltaiklösungen, vor allem dort, wo Fuhrparks, Ladebedarf und Energieversorgung zuverlässig zusammenspielen müssen. Statt einzelne Komponenten zu verkaufen, prüft sein Team zuerst, was ein Betrieb wirklich braucht, welche Anforderungen im Alltag entstehen und welche technische Grundlage langfristig trägt. Worauf Unternehmen mit größeren Flotten achten müssen, zeigt Daniel Pölzlbauer im Folgenden.

Ladepunkte installiert, Potenzial verschenkt: Warum E-Mobilität mehr braucht als Stromanschlüsse

Sobald mehrere Fahrzeuge im Betrieb geladen werden müssen, wird aus einer einfachen Anschaffung schnell eine Frage der gesamten Energieplanung. „Wer nur Ladepunkte hinstellt, nutzt am Ende oft nur einen Bruchteil dessen, was wirtschaftlich möglich wäre“, sagt Daniel Pölzlbauer. „In der Praxis bleiben bei solchen Einzellösungen schnell 70 bis 80 Prozent des Potenzials liegen.“ Entscheidend ist also, wann welche Fahrzeuge laden, welche Leistung dafür gleichzeitig abgerufen wird und ob der Betrieb diese Leistung überhaupt wirtschaftlich bereitstellen kann. Gerade bei größeren Flotten entstehen sonst schnell Lastspitzen, die das Projekt deutlich verteuern.

Eine Photovoltaikanlage kann einen Teil des benötigten Stroms liefern. Ein Speicher sorgt dafür, dass diese Energie nicht sofort verbraucht werden muss, sondern dann verfügbar ist, wenn sie tatsächlich gebraucht wird. Intelligentes Lastmanagement verhindert außerdem, dass mehrere Fahrzeuge gleichzeitig unnötig hohe Leistung abrufen. Erst dadurch wird aus Ladeinfrastruktur ein System, das zum Betriebsalltag passt.

Falsch geplant, lange bezahlt: Warum technische Entscheidungen Jahre nachwirken

Wenn Unternehmen Ladeinfrastruktur für mehrere Elektrofahrzeuge, Lieferfahrzeuge oder ganze Flotten aufbauen, entscheidet sich die Wirtschaftlichkeit nicht erst im laufenden Betrieb, sondern bereits bei der technischen Planung. Für Daniel Pölzlbauer von EPP liegt genau dort der kritische Punkt: „Hier entscheidet sich, ob Elektromobilität später Geld spart oder Geld frisst.“ Denn Ladeinfrastruktur, Speicher, Wechselrichter und Steuerung lassen sich nicht beliebig austauschen, wenn das System erst einmal steht. Wird am Anfang die falsche Ladetechnik gewählt, ist der Speicher falsch dimensioniert oder passt die Energieinfrastruktur nicht zur späteren Nutzung, schränkt sich ein Unternehmen langfristig massiv ein.

Die Folgen zeigen sich nicht nur im Alltag, sondern auch bei den Möglichkeiten, die ein Betrieb später nutzen kann. Variable Stromtarife bringen nur dann etwas, wenn Ladeprozesse entsprechend gesteuert werden können. Netzdienliche Leistungen, also die gezielte Unterstützung des Stromnetzes durch flexible Energieabnahme oder Rückspeisung, brauchen ebenfalls die passende technische Grundlage. Gleiches gilt für bidirektionales Laden, bei dem Elektrofahrzeuge Strom nicht nur aufnehmen, sondern bei Bedarf auch wieder abgeben können. Wer hier zu kurz plant, verbaut sich nicht nur Effizienz, sondern auch mögliche Erlösquellen.

Deshalb gehört die Rentabilitätsrechnung vor den Projektstart und nicht erst ans Ende der Entscheidung. Erst wenn klar ist, wie viel Energie gebraucht wird, wann Fahrzeuge laden müssen, welche Leistungsspitzen entstehen und welche Technik dafür notwendig ist, lässt sich seriös beurteilen, ob sich das Projekt wirtschaftlich trägt. „Wie viel Geld wirklich liegen bleibt, sieht man meistens erst, wenn man das Ganze sauber durchrechnet“, so Daniel Pölzlbauer von EPP.

Mehr als Mobilität: Wie Elektrofahrzeuge Teil der Energieversorgung werden

Elektrofahrzeuge sind in einem gut geplanten System nicht nur zusätzliche Stromverbraucher. Sie können selbst Teil der Energieinfrastruktur werden. Für Daniel Pölzlbauer liegt genau darin einer der größten Hebel für Unternehmen mit größeren Flotten: „Das eigentliche Potenzial entsteht nicht dadurch, dass die Fahrzeuge irgendwo laden. Es entsteht dann, wenn sie intelligent in das gesamte Energiesystem eingebunden werden.“

Ein zentraler Baustein dafür ist bidirektionales Laden. Dabei nehmen Elektrofahrzeuge nicht nur Strom auf, sondern können bei Bedarf auch wieder Energie abgeben. Diese Energie kann genutzt werden, um kurzfristige Lastspitzen im Unternehmen abzufedern oder perspektivisch netzdienliche Leistungen zu erbringen. Gerade bei größeren Flotten reicht dafür oft schon ein kleiner Teil der vorhandenen Batteriekapazität.

Damit das im Alltag funktioniert, braucht es Systeme, die das Nutzungsverhalten der Fahrzeuge laufend auswerten. Sie erkennen, welche Fahrzeuge wann gebraucht werden, wann sie stehen und welcher Teil der Batterie im Betrieb tatsächlich verfügbar ist. So wird nicht pauschal Energie aus Fahrzeugen entnommen, sondern nur dort, wo es die Verfügbarkeit der Flotte nicht gefährdet.

Für Unternehmen verändert sich dadurch der Blick auf ihre Fahrzeuge. Sie kosten nicht nur Energie, sondern können helfen, Energiekosten zu senken, Netzspitzen zu kappen und zusätzliche Erlöse zu erschließen. Besonders in der Logistik kann daraus ein echter Wettbewerbsvorteil werden. Voraussetzung bleibt eine saubere Analyse vor Projektbeginn. Erst wenn klar ist, wie die Fahrzeuge tatsächlich eingesetzt werden, wann sie laden müssen und welche Kapazitäten verfügbar sind, lässt sich beurteilen, welches Potenzial im System steckt.

Sie möchten Ihre Flotte elektrifizieren oder bestehende Ladeinfrastruktur wirtschaftlich optimieren? Dann sprechen Sie mit Daniel Pölzlbauer und dem Team der Elektro EPP GmbH (https://elektro-epp.at/) über eine ganzheitliche Analyse Ihrer Energie- und Ladeinfrastruktur!

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