Wachstum durch Zukauf: Michael Polit von der Otter Consult GmbH erklärt, wie bestehende Unternehmer mit dem Kauf eines Betriebs schneller skalieren

Schwarzach (ots) –

Neue Mitarbeitende einstellen, zusätzliche Kapazitäten schaffen, einen weiteren Standort aufbauen: Wer mit einem bestehenden Unternehmen wachsen will, muss dafür häufig Strukturen schaffen, die erst nach Monaten oder Jahren ihre volle Wirkung entfalten. Der Kauf eines bestehenden Betriebs kann diesen Weg verkürzen. Doch welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen erfüllen, damit der Zukauf tatsächlich zum Wachstumstreiber wird?

Eine Expansion stellt Unternehmer vor eine besondere Herausforderung: Sie müssen Neues aufbauen, während das Bestehende weiterhin funktionieren muss. Jede zusätzliche Struktur verlangt zunächst Aufmerksamkeit, bevor sie das Unternehmen tatsächlich entlastet. Neue Mitarbeitende brauchen Führung, Verantwortlichkeiten müssen verteilt und Abläufe so organisiert werden, dass sie auch ohne ständige Rückfragen funktionieren. Gerade in dieser Übergangsphase kommt es deshalb darauf an, neue Strukturen nicht nur zu schaffen, sondern Verantwortung von Anfang an sinnvoll zu verteilen. „Wenn beim Aufbau neuer Strukturen weiterhin alles über den Unternehmer selbst läuft, entsteht im schlimmsten Fall keine Entlastung. Stattdessen nimmt mit jeder zusätzlichen Struktur auch die operative Verantwortung zu, die bei ihm persönlich liegt“, warnt Michael Polit von der Otter Consult GmbH.

„Wer sein Unternehmen erweitern möchte, muss dafür nicht zwangsläufig jede zusätzliche Struktur selbst aufbauen. Mit dem Kauf eines bestehenden Betriebs kann er auf Strukturen zurückgreifen, die sich im täglichen Geschäft bereits bewährt haben“, erklärt Michael Polit. Wie sich solche Zukäufe sinnvoll vorbereiten und umsetzen lassen, kennt er dabei nicht nur aus der Beratung. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Fabian Zamzau und Mitgesellschafter Markus Steck begleitet er mit der Otter Consult GmbH Unternehmer beim Kauf und Verkauf von Unternehmen sowie bei der Unternehmensnachfolge. Gleichzeitig haben die drei innerhalb ihrer Firmengruppe bereits mehr als 26 eigene Unternehmenskäufe und -verkäufe mit einem Transaktionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich umgesetzt. Aus dieser Praxis weiß Michael Polit, dass ein bestehender Betrieb allein noch keinen erfolgreichen Zukauf ausmacht. Entscheidend ist vielmehr, wie eigenständig das Unternehmen bereits funktioniert und ob seine Strukturen auch nach dem Eigentümerwechsel tragfähig bleiben.

Warum ein Zukauf mehrere Wachstumsschritte auf einmal ermöglichen kann

Beim organischen Wachstum entstehen zusätzliche Kapazitäten meist Schritt für Schritt. Neue Mitarbeitende müssen zunächst gefunden und eingearbeitet werden, neue Abläufe müssen entstehen und ein weiterer Standort braucht die nötigen personellen und betrieblichen Voraussetzungen. Bis der neue Bereich zuverlässig zum laufenden Geschäft beiträgt, investieren Unternehmer deshalb häufig viel Zeit in seinen Aufbau.

Beim Kauf eines bestehenden Betriebs ist der Ausgangspunkt ein anderer. Der Käufer kann im besten Fall nicht nur zusätzliche Kapazitäten übernehmen, sondern zugleich eingearbeitete Mitarbeitende und einen laufenden Geschäftsbetrieb. Auch ein zusätzlicher Standort oder die Präsenz in einer neuen Region muss dann nicht vollständig neu aufgebaut werden. Statt mehrere Entwicklungsschritte nacheinander zu durchlaufen, kann ein Unternehmer mit einem passenden Zukauf auf einem Geschäft aufbauen, das bereits Umsatz erwirtschaftet und über die notwendigen Strukturen für das Tagesgeschäft verfügt.

Entscheidend ist, wie selbstständig der Betrieb bereits funktioniert

Der mögliche Zeitvorteil bleibt allerdings nur erhalten, wenn das Unternehmen nach der Übernahme weitgehend eigenständig weiterarbeiten kann. Laufen Kundenbeziehungen, Lieferantenkontakte und wichtige Entscheidungen ausschließlich über den bisherigen Inhaber, muss der Käufer dessen operative Aufgaben nach dem Eigentümerwechsel entweder selbst übernehmen oder die entsprechenden Verantwortlichkeiten neu verteilen. Im ungünstigsten Fall gewinnt er damit zwar einen weiteren Betrieb, schafft sich gleichzeitig aber eine neue operative Aufgabe.

Für einen Käufer sind deshalb vor allem Unternehmen interessant, in denen Verantwortung bereits auf mehrere Schultern verteilt ist. Mitarbeitende sollten ihre Aufgaben eigenständig erledigen und Entscheidungen innerhalb klar definierter Spielräume treffen können. Budgets geben ihnen dafür einen verlässlichen Rahmen, während regelmäßige Reportings dem Eigentümer ermöglichen, die Entwicklung im Blick zu behalten, ohne sich in jede operative Entscheidung einschalten zu müssen. „Für mich zeigt sich die Übertragbarkeit eines Betriebs vor allem daran, ob das Unternehmen auch über mehrere Monate weiterarbeiten und Geld erwirtschaften kann, ohne dass der bisherige Inhaber ständig operativ eingreifen muss“, erklärt Michael Polit von der Otter Consult GmbH.

Warum nachvollziehbare Abläufe die Übernahme erleichtern

Neben den Verantwortlichkeiten muss auch das Wissen über den Betrieb übertragbar sein. Ein Käufer sollte nachvollziehen können, wie Kunden betreut, Lieferanten gesteuert und wiederkehrende Aufgaben erledigt werden, ohne sich diese Informationen nach der Übernahme erst mühsam zusammensuchen zu müssen. Dafür müssen wichtige Abläufe und Informationen so dokumentiert sein, dass auch andere darauf zugreifen können.

Wie gut das gelingt, hängt auch davon ab, wie dieses Wissen im Unternehmen organisiert und zugänglich gemacht wird. Hier können digitale Systeme einen entscheidenden Unterschied machen. Eine Lernplattform hilft beispielsweise, bewährte Arbeitsweisen für Mitarbeitende und Führungskräfte festzuhalten, während digitalisierte Buchhaltung und CRM-Systeme wichtige Kunden- und Unternehmensinformationen verfügbar machen. Arbeitet ein Betrieb dagegen noch mit papierbasierten Abläufen oder technisch überholten Systemen, wartet auf den Käufer häufig zunächst zusätzliche Arbeit. Er muss Prozesse modernisieren und Wissen neu strukturieren, bevor sich der Betrieb ohne größere Reibungsverluste weiterentwickeln lässt. Damit beeinflusst auch der Zustand der vorhandenen Systeme, wie schnell der Käufer nach der Übernahme tatsächlich auf dem Bestehenden aufbauen kann.

Neue Geschäftsfelder können das bestehende Unternehmen ergänzen

Ein Zukauf kann nicht nur zusätzliche Kapazitäten oder einen weiteren Standort bringen. Mit dem übernommenen Betrieb können auch Leistungen und Geschäftsfelder hinzukommen, die das bisherige Angebot sinnvoll ergänzen. Das kann besonders interessant sein, wenn das eigene Unternehmen stark von einem einzelnen Markt abhängt oder ein wichtiges Geschäftsfeld langfristig an Bedeutung verliert.

Wie eine breitere Aufstellung aussehen kann, zeigt das Beispiel der Druckereibranche. Dort können digitale Medien oder Dienstleistungen aus dem Agenturbereich das klassische Druckgeschäft ergänzen und die Abhängigkeit vom ursprünglichen Kerngeschäft verringern. Für einen Käufer ist deshalb nicht nur relevant, welchen Umsatz ein Betrieb bereits erwirtschaftet. Ebenso interessant ist, welche zusätzlichen Leistungen er mitbringt und wie diese das bestehende Unternehmen sinnvoll erweitern können.

Otter Consult GmbH: Was Käufer vor der Übernahme prüfen sollten

Doch auch wenn ein Betrieb unternehmerisch interessant erscheint, müssen vor einer Übernahme die wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. Neben dem Kaufpreis und dessen Finanzierung spielen dabei mögliche Haftungsfragen und die steuerlichen Folgen der Transaktion eine Rolle. Welche Risiken mit dem Kauf verbunden sind und unter welchen Bedingungen sich die Übernahme sinnvoll umsetzen lässt, muss für jeden Betrieb individuell geprüft werden. Käufer sollten daher frühzeitig spezialisierte Rechts- und Steuerberater sowie gegebenenfalls Finanzierungspartner in die Prüfung der Transaktion einbinden.

Am Ende entscheidet sich der Wert eines Zukaufs jedoch nicht allein daran, wie schnell ein Unternehmer dadurch wachsen kann. „Entscheidend ist, dass er auf einem funktionierenden Unternehmen aufbauen kann, statt sich den nächsten Betrieb erst selbst schaffen zu müssen“, erklärt Michael Polit abschließend.

Möchten auch Sie Ihr Unternehmen durch den Kauf eines bestehenden Betriebs erweitern, anstatt zusätzliche Strukturen vollständig selbst aufzubauen, und wünschen sich dabei die Unterstützung eines erfahrenen Experten? Dann melden Sie sich jetzt bei Michael Polit von der Otter Consult GmbH (https://otterconsult.de) und vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch!

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Quelle: ots