Fast wie Cabrio fahren: Neues Dach zeigt Trend für E-Autos

Stockdorf (ots) –

Cabrio-Gefühl und Elektromobilität galten lange als schwer vereinbar. Der Rückzug vieler Autohersteller aus diesem Dachsegment hat vor allem technische Gründe: Elektrofahrzeuge stellen hohe Anforderungen an Gewicht, Aerodynamik und Bauraum, zusätzliche Mechanik wirkt sich direkt auf Reichweite und Kosten aus. Entsprechend dominieren in vielen E-Modellen feststehende Glasdächer.

Doch erste Hersteller setzen nun andere Akzente. Ein aktuelles Beispiel liefert Renault mit dem Renault 4 E-Tech elektrisch „Plein sud“. Das elektrische Kompaktmodell ist mit einem großflächigen, elektrisch betriebenen Stoff-Faltdach ausgestattet, das in Zusammenarbeit mit dem Automobilzulieferer Webasto entwickelt wurde. Das System öffnet sich über fast die gesamte Länge des Innenraums und reicht bis über die zweite Sitzreihe.

Mit einem Gewicht von rund 19 Kilogramm ist es deutlich leichter als klassische Glas- oder Stahldachlösungen. Gleichzeitig lässt es sich ohne größere Eingriffe in bestehende Fahrzeugarchitekturen integrieren – ein wichtiger Faktor in der kostenkritischen Kompaktklasse.

Zwar schrumpft das klassische Cabriosegment, gleichzeitig steigt die Nachfrage nach alternativen, öffenbaren Dachsystemen. Umfragen zeigen, dass der Wunsch nach Licht und frischer Luft bei Endkunden ungebrochen ist. Für die Fahrzeughersteller werden öffenbare Dächer zunehmend als Komfort- und Differenzierungsmerkmal betrachtet. Auch und gerade bei Elektrofahrzeugen.

Für Zulieferer wie Webasto eröffnet das neue Spielräume. Neben fahrzeugspezifischen Cabrio-Karosserien treten modulare Dachsysteme, die sich auf verschiedene Plattformen übertragen lassen. Sie verbinden Leichtbau, Alltagstauglichkeit und emotionale Qualität, ohne Effizienz und Produktionskosten übermäßig zu beeinflussen.

125 Jahre Erfahrung im Dachgeschäft

Bei Webasto weckt das Projekt mit Renault auch Erinnerungen. Bereits 1937 lieferte der Zulieferer das erste Faltdach für den Mercedes 170 V. Das Unternehmen mit Sitz in Stockdorf bei München feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen und entwickelte sich über Jahrzehnte zum Marktführer für Fahrzeugdächer: von frühen Schiebe- und Cabriodächern bis zu heutigen Panorama- und Hightech-Systemen.

Das Beispiel Renault 4 E-Tech elektrisch „Plein sud“ zeigt, dass sich Elektromobilität und Offenheit nicht ausschließen. Stattdessen rücken Dachkonzepte in den Fokus, die sich an die Anforderungen batterieelektrischer Fahrzeuge anpassen.

Für die Branche deutet sich damit eine Renaissance des offenen Fahrens an. Das Autodach wird so erneut zu einem zentralen Bauteil zwischen Technik und Erlebnis.

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