Gesetzlich versichert, privat versorgt: Georg Soller von Betriebskranken.de erklärt, warum die betriebliche Krankenversicherung für Unternehmen immer wichtiger wird
Straubing (ots) –
Krankenversichert – und trotzdem wochenlang ohne Facharzttermin: Lange Wartezeiten, Versorgungslücken und steigende Beiträge stellen nicht nur gesetzlich Versicherte vor Probleme. Auch für Arbeitgeber können verspätete Behandlungen zum wirtschaftlichen Risiko werden. Doch welche Möglichkeiten haben Unternehmen, wenn sie das Gesundheitssystem selbst nicht ändern können?
Eigentlich scheint die Sache klar: Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind gesetzlich versichert, Arbeitnehmer haben Anspruch auf medizinische Versorgung und Arbeitgeber tragen ihren Anteil an den Krankenversicherungsbeiträgen. Doch zwischen dem Anspruch auf eine Behandlung und dem Zeitpunkt, an dem sie tatsächlich stattfindet, kann eine entscheidende Lücke entstehen. Dabei warten gesetzlich Versicherte in vielen Regionen vier bis acht Wochen auf einen Facharzttermin, auf einen Therapieplatz mitunter sechs bis zwölf Monate. Hinzu kommen hohe Eigenanteile, etwa beim Zahnersatz, durch die notwendige Behandlungen aufgeschoben werden können. Für Unternehmen bleibt diese Situation nicht folgenlos. Wer mit Rückenschmerzen wochenlang auf einen Facharzttermin wartet oder bei psychischen Beschwerden keine zeitnahe Unterstützung erhält, kann währenddessen nur eingeschränkt leistungsfähig sein oder länger ausfallen. Damit wird aus einer Versorgungslücke zunehmend auch ein betriebliches Problem. „Für Arbeitgeber ist nicht allein entscheidend, ob ihre Mitarbeiter krankenversichert sind. Entscheidend ist, ob sie im Krankheitsfall rechtzeitig die Behandlung bekommen, die sie brauchen, um wieder gesund und arbeitsfähig zu werden“, erklärt Georg Soller von Betriebskranken.de.
„Arbeitgeber können nicht das Gesundheitssystem reparieren, aber sie können dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter schneller Zugang zu guter medizinischer Versorgung bekommen“, so Georg Soller weiter. Genau hier setzt der Experte mit Betriebskranken.de an. Seit Jahren beschäftigt er sich mit der betrieblichen Krankenversicherung und betreut knapp 2.000 Unternehmen mit mehr als 40.000 versicherten Mitarbeitenden. Dadurch erlebt er unmittelbar, welche Folgen bestehende Versorgungslücken für Betriebe haben und welche Möglichkeiten Arbeitgeber besitzen, die medizinische Absicherung ihrer Belegschaft über die gesetzlichen Leistungen hinaus zu ergänzen. Mit easyBKV Premium verfolgt er einen Ansatz, bei dem gesetzlich versicherte Mitarbeitende über ihren Arbeitgeber zusätzlichen Zugang zu medizinischer Versorgung auf Privatpatienten-Niveau erhalten, ohne dafür die gesetzliche Krankenversicherung verlassen zu müssen.
Wenn aus einem Gesundheitsproblem ein Unternehmensproblem wird
Die Schwierigkeiten bei der medizinischen Versorgung treffen auf eine gesetzliche Krankenversicherung, die zugleich finanziell immer stärker unter Druck gerät. 2025 stiegen die Ausgaben der Krankenkassen um rund 7,8 Prozent, die Beitragseinnahmen dagegen lediglich um 5,3 Prozent. Für 2027 beziffert das Bundesgesundheitsministerium die Finanzierungslücke inzwischen auf rund 19 Milliarden Euro. Auch die Belastung über die Beiträge ist bereits gestiegen: Während der offiziell festgelegte durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026 bei 2,9 Prozent liegt, verlangten die Krankenkassen Ende März tatsächlich durchschnittlich 3,13 Prozent. Da Arbeitgeber den Zusatzbeitrag zur Hälfte tragen, betrifft diese Entwicklung unmittelbar auch die Unternehmen.
Gleichzeitig sollen die GKV-Finanzen künftig auch über Einschnitte und höhere Eigenbeteiligungen stabilisiert werden. Das im Juli vom Bundestag beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht unter anderem höhere Zuzahlungen und geringere Festzuschüsse beim Zahnersatz vor. Damit steigen die finanziellen Belastungen, ohne dass sich die bestehenden Engpässe bei der medizinischen Versorgung automatisch auflösen. Für Georg Soller zeigt sich darin ein grundlegendes Dilemma des Systems: „Das ist kein Versagen einzelner Kassen, das ist ein strukturelles Problem, das sich mit Beitragserhöhungen allein nicht lösen lässt.“
Warum lange Wartezeiten auch für Unternehmen zum Kostenfaktor werden
Für Arbeitgeber endet das Problem jedoch nicht bei höheren Krankenversicherungsbeiträgen. Wirtschaftlich relevant wird die Versorgungssituation vor allem dann, wenn gesundheitliche Beschwerden nicht zeitnah behandelt werden können. Wartet ein Beschäftigter mehrere Wochen auf die fachärztliche Abklärung seiner Beschwerden, kann er während dieser Zeit je nach Erkrankung nur eingeschränkt leistungsfähig sein oder vollständig ausfallen. Besonders schwer wiegt das bei Schlüsselpersonen, Projektverantwortlichen oder Mitarbeitern mit spezialisiertem Know-how, deren Aufgaben sich nicht ohne Weiteres kurzfristig auf andere verteilen lassen.
Die Folgen reichen dann schnell in den gesamten Betrieb hinein. Kollegen müssen zusätzliche Aufgaben übernehmen, Kundenkontakte werden neu verteilt, Termine verschoben und Projektpläne angepasst. Neben Fehlzeiten können damit auch Produktivitätsverluste und zusätzlicher organisatorischer Aufwand entstehen. Gerade für mittelständische Unternehmen wird deshalb nicht nur relevant, ob ihre Beschäftigten medizinisch versorgt werden, sondern auch, wann diese Versorgung stattfindet.
Versorgung ergänzen, statt auf die große Reform zu warten
An diesem Punkt stellt sich für Arbeitgeber die Frage, welchen Teil des Problems sie überhaupt selbst beeinflussen können. Zusätzliche Facharztkapazitäten können sie ebenso wenig schaffen wie die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung neu ordnen. Sie können jedoch die bestehende Absicherung ihrer Beschäftigten ergänzen. Genau hier setzt die betriebliche Krankenversicherung an: Mitarbeitende bleiben weiterhin regulär gesetzlich versichert, erhalten über ihren Arbeitgeber jedoch Zugang zu zusätzlichen medizinischen Leistungen. „Wir müssen deshalb weg von der Frage, was eine Versicherung theoretisch alles beinhaltet, und stärker darauf schauen, welche Versorgung beim Mitarbeiter im entscheidenden Moment tatsächlich ankommt“, sagt Georg Soller.
Mit easyBKV Premium verfolgt Betriebskranken.de diesen Ansatz auf Privatpatienten-Niveau. Dabei können Beschäftigte darüber beispielsweise innerhalb von zwei bis fünf Werktagen einen Facharzttermin erhalten. Ergänzend sollen unter anderem Leistungen in den Bereichen Zahnersatz und psychische Gesundheit abgedeckt werden. Für den Arbeitgeber besteht der Ansatz damit nicht darin, das gesetzliche System zu ersetzen, sondern dort zusätzliche Versorgungsmöglichkeiten zu schaffen, wo lange Wartezeiten oder Leistungslücken im Alltag besonders spürbar werden. Welche Leistungen konkret enthalten sind und unter welchen Voraussetzungen sie in Anspruch genommen werden können, richtet sich dabei nach dem jeweiligen Tarif und den Versicherungsbedingungen.
Vom Mitarbeiter-Benefit zum strategischen Unternehmensfaktor
Über die bessere medizinische Versorgung hinaus kann eine betriebliche Krankenversicherung auch für die Positionierung als Arbeitgeber relevant werden. Gerade im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte reicht es für Unternehmen immer weniger aus, sich allein über Gehalt oder klassische Zusatzleistungen zu unterscheiden. Gesundheitsleistungen setzen an einem unmittelbar persönlichen Bedürfnis an: Beschäftigte erhalten über ihren Arbeitgeber Zugang zu Leistungen, die ihre eigene medizinische Versorgung konkret verbessern können. Damit wird aus einem Benefit ein Vorteil, dessen Nutzen im Alltag tatsächlich spürbar werden kann.
Das kann sich auch auf die Mitarbeiterbindung auswirken. Wer zusätzliche Gesundheitsleistungen regelmäßig nutzt und ihren Wert für sich erkannt hat, kann diesen Vorteil bei einem möglichen Arbeitgeberwechsel mitberücksichtigen. Die betriebliche Krankenversicherung wird damit zu einem Bestandteil des Gesamtpakets, mit dem Unternehmen Fachkräfte gewinnen und langfristig halten können. „Das ist keine Sozialromantik, das ist eine betriebswirtschaftliche Entscheidung mit direkter Wirkung auf Produktivität und Mitarbeiterbindung“, betont Georg Soller abschließend. Gesundheitsvorsorge wird so nicht nur zur freiwilligen Zusatzleistung, sondern zu einem Faktor, der Versorgung, Arbeitgeberattraktivität und wirtschaftliche Interessen miteinander verbindet.
Sie möchten Ihren Mitarbeitenden einen besseren Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglichen und gleichzeitig Ihre Position als Arbeitgeber stärken? Dann melden Sie sich jetzt bei Georg Soller und dem Team von Betriebskranken.de (http://betriebskranken.de) und vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch!
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Quelle: ots
