Winterreifenpflicht beachten: Bußgelder, Punkte und Sicherheitsrisiken vermeiden

Hannover (ots) –

Mit der kalten Jahreszeit steht für viele Autofahrer der Reifenwechsel an. Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind geeignete Reifen gesetzlich vorgeschrieben. Wer mit falscher Bereifung unterwegs ist, riskiert nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch Bußgelder, Punkte in Flensburg und mögliche Nachteile im Versicherungsschutz. Der Reifen- und Autoservice Dienstleister Vergölst erläutert, worauf Autofahrer bei der Winterbereifung achten sollten und wann sich Ganzjahresreifen als Alternative eignen.

Falsche Bereifung kann teuer werden

In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen. Das Fahren mit Sommerreifen ist daher genauso untersagt, wie das Fahren mit Winterreifen mit einer zu geringen Reifenprofiltiefe. Um sicher unterwegs zu sein, sollte eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm eingehalten werden. Wer sich nicht daran hält, dem drohen Bußgelder ab 60EUR und 1 Punkt in Flensburg. Je nach Situation können diese auch höher ausfallen, gerade dann, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Kommt es zu einem Unfall, kann die Verwendung ungeeigneter Reifen auch Auswirkungen auf den Versicherungsschutz haben. Je nach Einzelfall können Versicherer ihre Leistungen kürzen, insbesondere wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

Zu später Radwechsel birgt Sicherheitsrisiken

Falls Autofahrer doch einmal unvorhergesehen mit der falschen Bereifung in winterliche Verhältnisse geraten, ist besondere Vorsicht geboten. „Viele verbinden Winterreifen ausschließlich mit Schnee. Entscheidend für die Sicherheit ist jedoch die Kombination aus Kälte und Nässe. Winterreifen bieten dann deutlich mehr Grip und sorgen für kürzere Bremswege“, erklärt Patrick Lang, Fachbetriebsleiter bei Vergölst in Gelnhausen. Sommerreifen verlieren bei niedrigen Temperaturen deutlich an Haftung, was sich insbesondere beim Bremsweg bemerkbar macht. Ein Fahrzeug mit Winterreifen kommt bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h auf winterlicher Fahrbahn nach rund 30 Metern zum Stehen. Mit Sommerreifen kann sich der Bremsweg auf Schnee und Eis auf mehr als 80 Metern verlängern. Auch in Kurven steigt das Risiko, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Aufgrund der geringen Seitenführungskräfte gerät das Auto deutlich schneller ins Schleudern, wodurch sich kritische Fahrsituationen rasch entwickeln können.

Für wen sind Ganzjahresreifen geeignet?

Besonders für Autofahrer in urbanen Regionen mit milden Wintern und geringer jährlicher Fahrleistung können sie eine sinnvolle Alternative darstellen. Allerdings sind Ganzjahresreifen stets ein Kompromiss zwischen Sommer- und Wintereigenschaften. Sie können einen höheren Verschleiß aufweisen und erbringen in extremen Wetterbedingungen oft nicht die erforderliche Leistung spezialisierter Saisonreifen. Für Vielfahrer sind Winter- und Sommerreifen daher oft die wirtschaftlichere und sicherere Wahl. Sowohl bei Winter- als auch bei Ganzjahresreifen, sollte auf das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) geachtet werden. Die Bezeichnung „M+S“ allein reicht nicht mehr aus.

Pressekontakt:
Marcel Schasse
Teamleitung Content & Kommunikation
Continental-Plaza 1, 30175 Hannover
[email protected]
Original-Content von: Vergölst GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots