Bertrandt und Bosch Rexroth bündeln Kompetenzen für industrielle Bildverarbeitung, KI und Automatisierung / Offene Plattform für nächste Generation intelligenter Industrieanwendungen

Ehningen (ots) –

Bertrandt treibt gemeinsam mit Bosch Rexroth die Digitalisierung industrieller Prozesse voran. Im Rahmen einer Zusammenarbeit bringt die evopro systems engineering AG, ein Tochterunternehmen der Bertrandt AG, ihre Expertise im Bereich industrielle Bildverarbeitung und Künstliche Intelligenz in das offene Automatisierungssystem ctrlX AUTOMATION von Bosch Rexroth ein. Ziel der Partnerschaft ist es, Bildverarbeitung, KI und Automatisierung auf einer gemeinsamen technologischen Basis zusammenzuführen und Kunden eine offene, skalierbare und zukunftssichere Plattform für industrielle Anwendungen bereitzustellen.

Die industrielle Produktion steht vor der Herausforderung, immer größere Datenmengen in Echtzeit zu erfassen, auszuwerten und direkt in Prozesse zu überführen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Flexibilität, Effizienz und Skalierbarkeit von Automatisierungslösungen. Um diese Entwicklung aktiv mitzugestalten, haben Bosch Rexroth und die Bertrandt Tochter evopro systems engineering AG, kurz evopro, eine ctrlX OS OEM-Partnerschaft geschlossen. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Integration der Software-Defined-Camera-Technologie von evopro in das offene Automatisierungssystem von Bosch Rexroth. Darüber hinaus wird die von evopro entwickelte Plattform VISIONWEBx künftig innerhalb des Partnernetzwerks ctrlX World verfügbar sein. Anwender erhalten damit Zugriff auf eine durchgängige Entwicklungs- und Runtime-Umgebung für industrielle Bildverarbeitungsanwendungen auf Basis von ctrlX OS. Parallel dazu wird die Zusammenarbeit zwischen Bertrandt und Bosch Rexroth im Engineering-Umfeld weiter ausgebaut.

„Die industrielle Wertschöpfung wird künftig maßgeblich davon geprägt sein, wie effizient Unternehmen Daten erfassen, verarbeiten und in konkrete Aktionen umsetzen können. Gemeinsam mit Bosch Rexroth schaffen wir eine offene technologische Basis, auf der Bildverarbeitung, Künstliche Intelligenz und Automatisierung nahtlos zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit unterstreicht unseren Anspruch, Kunden bei der Transformation hin zu intelligenten und vernetzten Produktionssystemen ganzheitlich zu begleiten“, sagt Dr. Andreas Fink, Mitglied des Vorstands der Bertrandt AG.

Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth, ergänzt: „Mit evopro gewinnen wir einen OEM-Partner, der Machine Vision konsequent mit Automatisierung verbindet. Die Kombination aus VISIONWEBx und ctrlX OS schafft eine durchgängige Basis für industrielle Bildverarbeitung – von der Software Defined Camera über Edge Controller und IPCs bis hin zum Server. Anwender können die jeweils passende Hardware für ihre Anforderungen wählen und entwickeln ihre Vision-Anwendung künftig nur einmal.“

Durch die Verbindung der Bildverarbeitungskompetenz von evopro mit dem Automatisierungs-Know-how von Bosch Rexroth entstehen neue Möglichkeiten für industrielle Anwendungen. Bislang getrennte Funktionen wie Vision-Systeme, Edge Computing, KI-Auswertungen und SPS-Funktionalitäten können auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt werden. Damit entsteht die Grundlage für sogenannte Physical-AI-Anwendungen, bei denen Systeme ihre Umgebung visuell erfassen, Informationen intelligent interpretieren und daraus unmittelbar Handlungen in der realen Welt ableiten.

Ein wichtiger technologischer Baustein hierfür ist die von evopro entwickelte Software-Defined-Camera-Plattform evoVIU VIUx. Anders als klassische Smart Cameras basiert sie auf einer konsequenten Entkopplung von Hardware und Software und ermöglicht damit deutlich mehr Flexibilität bei der Umsetzung individueller Anwendungen. Die Plattform vereint industrielle Bildverarbeitung, Künstliche Intelligenz, Automatisierungs- und Steuerungsfunktionen in einem System und lässt sich über Software und Apps individuell erweitern.

Für Kunden ergibt sich daraus ein deutlicher Mehrwert. Die Konsolidierung mehrerer Funktionen auf einer gemeinsamen Plattform reduziert die Anzahl erforderlicher Hardwarekomponenten, vereinfacht die Integration und verringert den Verkabelungs- sowie Inbetriebnahmeaufwand. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von einer hohen Flexibilität, da Anwendungen softwarebasiert erweitert und an neue Anforderungen angepasst werden können. Je nach Einsatzszenario sind erhebliche Einsparungen bei Platzbedarf und Systemkosten möglich.

„Mit der Kombination unserer Software-Defined-Camera-Technologie und der offenen Automatisierungsplattform von Bosch Rexroth schaffen wir die Grundlage für eine neue Generation industrieller Vision-Lösungen. Vision, KI und Steuerungsfunktionen wachsen auf einer gemeinsamen Plattform zusammen und ermöglichen dadurch Anwendungen, die bislang nur mit deutlich höherem Integrationsaufwand realisierbar waren“, sagt Stefan Kraus, Head of Product Development der evopro systems engineering AG.

Die Lösungen richten sich insbesondere an OEM, Maschinen- und Anlagenbauer, produzierende Unternehmen sowie Automatisierungs- und Systemintegratoren. Einsatzmöglichkeiten reichen von der Qualitätsprüfung und KI-basierten Fehlererkennung über Robotik- und Pick-and-Place-Anwendungen bis hin zu Smart-Factory- und Edge-AI-Szenarien.

Erfahren Sie mehr unter: www.bertrandt.com und www.evopro-ag.de

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